Schrattenberg und seine Weine
Schrattenberg und seine Weine
Schrattenbergs Historie reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück, wenig später sollte sie auch eng mit dem Wein und dessen Herstellung verbunden sein. Das lässt sich auch heute noch an den Kellergassen erkennen. Kellergassen sind für die Weinbaugebiete Österreichs typische Hohlgassen, an denen sich die Weinkeller und Presshäuser befinden.
Doch es ist nicht nur die vorteilhafte Lage, die zu erstklassigen Weinen verhilft. Auch der Boden spielt eine ganz besondere Rolle. Vor vielen Millionen Jahren war das Gebiet von einem tropischen Meer entdeckt, aus dem sich Sedimente wie Ton, Sand, Kalk oder Schlier ablagerten. Im Laufe der Zeit wurde das Gebiet wieder zum Festland, die Eiszeiten brachten eine etwa 15 Meter dicke Löss-Schicht auf die Böden. An den Berghängen wurde der Löss jedoch wieder abgebaut, so dass die uralten Sedimente heute positiv auf den Wein wirken können.


Das Weinviertel ist ein vielfältiges, offenes und einladendes Land. Weingärten auf sanften Hügeln wechseln sich ab mit im Wind wogenden Kornfeldern. Außergewöhnliche Kulturdenkmäler und verträumte Kellergassen prägen die weite Landschaft.
In der Gegend um die Weinstadt Wolkersdorf wächst neben dem Grünen Veltliner auch der Weißburgunder. Eine weitere Weißweinsorte, der Riesling, ist an den Hängen des Bisambergs zu Hause. Bei Mannersdorf an der March herrschen bei pannonischem Klimaeinfluss beste Bedingungen für Rieslinge, Burgunder und Traminer. Die Winzer im nordöstlichen Teil des Weinviertels um Poysdorf keltern vor allem Welschriesling und Grünen Veltliner. An der Nordgrenze ist Falkenstein ein Fixpunkt für fruchtbetonte Weißweine. Im Westen des Weinviertel zwischen Retz und Röschitz warten Grüne Veltliner und Rieslinge mit mineralischer Finesse und tiefer Würze auf. Die Rotweininsel Haugsdorf ist aufgrund des trockenen Klimas prädestiniert für fruchtige gehaltvolle Zweigelt und Blaue Portugieser.
